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Was ist Bioverfügbarkeit

Veröffentlicht am 04.04.2016

Der Begriff Bioverfügbarkeit beschreibt, inwiefern ein Nährstoff vom Körper aufgenommen wird.
Ganz gleich, ob es sich um Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Kräuter oder sogar Nahrungsergänzungen handelt, gilt immer:
Je höher die Bioverfügbarkeit des Nährstoffs ist, desto schneller kann er im Körper genutzt werden.

Einen Begriff auf einem Etikett zu lesen bedeutet noch lange nicht, auch seine Bedeutung zu verstehen. Bioverfügbarkeit ist wie viele wissenschaftliche Begriffe ein komplexes Konzept, das sich leichter erklären lässt, wenn es in seine Einzelteile aufgeschlüsselt wird. Daher wird der Begriff im Folgenden schrittweise erläutert.

Die Bioverfügbarkeit eines Nährstoffs hängt von mehreren Faktoren ab – unter anderem von Deinem Körper. Wenn Dein Körper einen bestimmten Nährstoff effektiv aufnehmen kann, muss das bei Deinem Freund nicht genauso sein. Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine ganz eigenen Bedürfnisse.

Ungeachtet der Bioverfügbarkeit eines bestimmten Nährstoffs hängt die Geschwindigkeit, mit der er tatsächlich
absorbiert wird, vom Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Verdauungssystem der jeweiligen Person ab.
Auch die Tageszeit oder die Magenfüllung können sich auf die Aufnahme auswirken. Deine Gesundheit beeinflusst die Geschwindigkeit, mit der Dein Körper einige Nährstoffe aufnimmt und verwertet, also ganz erheblich.
Kann sich die Bioverfügbarkeit eines Nährstoffs bei einer Person von einem Tag auf den anderen ändern?
Ja, das kann sie.
Die Bioverfügbarkeit hängt außerdem von den unterschiedlichen Stadien eines Nährstoffs ab.

Eisen ist beispielsweise in einer der folgenden Formen verfügbar:
als Nicht-Hämeisen und als Hämeisen.(Das im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) gebundene dreiwertige Eisen)

Auch wenn beide Formen zum Nährstoff Eisen gehören, kommen sie aus unterschiedlichen Quellen und werden vom Körper unterschiedlich schnell und in unterschiedlicher Menge aufgenommen. Hämeisen findet sich nur in Fleisch, Fisch und Geflügel, während Nicht-Hämeisen sowohl in Pflanzen als auch in Tieren vorhanden ist.
Nicht-Hämeisen kommt zwar häufiger vor, seine Bioverfügbarkeit ist allerdings geringer als die von Hämeisen, und der Körper kann lediglich einen Bruchteil des pflanzlichen Eisens aufnehmen.

Die Wechselwirkung zwischen den Nährstoffen hat ebenfalls Auswirkungen auf ihre Bioverfügbarkeit.
Ein gutes Beispiel hierfür sind

  • Kalzium und Vitamin D.

In zahlreichen Kalzium-Ergänzungsmitteln ist Vitamin D enthalten, da es gemäß zahlreichen Studien die Absorption von Kalzium im Körper fördern soll. Auch der pH-Wert des Verdauungstrakts beeinflusst
die Aufnahme von Vitamin D.

Dieser Effekt kann sich aber auch andersherum auswirken. Manche Nährstoffe konkurrieren um denselben Aufnahmemechanismus im Körper. Ein gutes Beispiel dafür ist die negative Beziehung zwischen Kalzium und Eisen. Beide Mineralstoffe benötigen für die Bindung an der Oberfläche von Absorptionszellen im Darm denselben
Transporter. Wenn ein Mineralstoff bereits vorhanden ist, kann der andere nicht gebunden werden.

Das klingt alles sehr kompliziert?
Diese Merksätze fassen das Ganze verständlich zusammen:
Je eher ein Nährstoff absorbiert wird, desto eher kann er sich positiv auf Gesundheit und Energie auswirken. Und je höher die Bioverfügbarkeit eines Nährstoffs ist, desto schneller wird er absorbiert.

Jeder, der sich für gesunde Ernährung interessiert, wird früher oder später auf den Begriff der Bioverfügbarkeit stoßen. Wenn Du Dich mit der Bedeutung dieses Begriffs befasst, kannst Du  fundiertere Entscheidungen darüber treffen, welche Nährstoffkombinationen für Deine individuellen Bedürfnisse am besten geeignet sind.

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